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Kanitz-Kyawsche Gruft
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Auf dem alten Gottesacker befindet sich ein hochinteressantes Bauwerk, die herrschaftliche Gruft, im Volksmunde die Hainewalder "Ungeduld" oder "Unruhe" genannt. Ihr Erbauer ist Oberst Otto Ludwig von Kanitz, der auch die Kirche und Schule erbaut hat. Das Gruftgebäude, welches 1715 erbaut wurde, liegt östlich von der Kirche an der Seite gegen das herrschaftliche Schloß; es ist im neueren Renaissancestil (Barock) gehalten, mit römischen und griechischen Verzierungen ausgeschmückt und fast durchweg aus Sandstein ausgeführt. Es bildet ein Viereck, dessen Dach in Kreuzesform angelegt ist. Von den 16 symbolischen Figuren, welche die vier Seiten schmücken, sind je zwei über dem Dachgesims in sitzender, die anderen beiden unten an der Mauer in Nischen in stehender Stellung angebracht. Eine weitere Figur krönt das Dach. Diesem symbolischen Schmuck liegt der Hauptgedanke zu Grunde: die irdischen Trübsale verwandeln sich in jener Welt in himmlische Freude. In jedem Feld befinden sich rechts die Figuren, welche das Irdische, links diejenigen, die das Himmlische darstellen. Die einzelnen Figuren sind mit lateinischen Sentenzen bezeichnet die an Bibelstellen erinnern. An den die Nischen trennenden Feldern befindet sich in der Mitte oben ein Totenkopf mit Helm, dahinter Fahnen und Waffen aus Sandstein. An jeder Ecke des Dachgesimses stehen zwei steinerne Urnen mit auflodernden Flammen. Über dem Eingang sind das von Kanitzsche und das von Kyawsche Wappen und eine Steintafel mit der Jahreszahl 1715 angebracht.
Die Gruft auf dem alten Friedhof
Die Hainewalder Gruft wird 2000/2001 nach 1993 erneut äußerlich aufwendig restauriert. Die Mittel dafür kommen größtenteils von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Das Innere des Gruftgebäudes ist einfach und schmucklos. Dem Eingang gegenüber befindet sich ein altarähnlicher Aufbau, welcher mit Gipsornamenten versehen ist und von Gipsfiguren überragt wird. Am Altar knien zu beiden Seiten zwei lebensgroße Gipsstatuen, darstellend Herrn Otto Ludwig von Kanitz und seine Gemahlin Viktoria Tugendreich. Leider sind beide Figuren etwas beschädigt und zwar, wie die Tradition angibt, im siebenjährigen Krieg durch die rohe Hand von Kroaten, welche im Gruftgebäude sowohl als in der Kirche ihre Quartiere aufgeschlagen hatten. Die Bauleute der Gruft sollen Italiener gewesen sein, von denen eine große Anzahl unter August dem Starken nach Sachsen, besonders nach Dresden gekommen waren. Für eine ausführliche Beschreibung der Gruft folgen Sie bitte dem Link unten.

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